Bootviren

Bootviren gehen einen ganz anderen Weg. Beim Start eines PC liest das BIOS einen exakt festgelegten Bereich der ersten Festplatte aus. Im Master Boot Record (MBR) steckt ein kleines Programm, das dabei aktiviert wird. Es sucht auf der Festplatte nach der Bootroutine der Partition, die als aktiv markiert ist, und startet sie. Erst jetzt werden die Startdateien des eigentlichen Betriebssystems wie DOS oder Windows aktiviert. Auch jede Diskette hat einen Bootsektor, den der Virus für seine Zwecke nutzen kann. Liegt eine Diskette beim Einschalten im Laufwerk, versucht das BIOS den Bootsektor zu laden und auszuführen – sofern im BIOS Setup nicht eine andere Bootreihenfolge eingestellt ist. Bootviren ersetzen nun den Start im MBR und/oder im Bootsektor der Partition oder Diskette. So wird der Bootvirus aktiv, bevor ein anderes Programm in daran hindern kann. Dann kann ein Bootvirus im Hintergrund arbeiten und beispielsweise jede eingelegte Diskette infizieren.

Der Infektionsweg für einen Bootvirus ist klar: Beim Einschalten des PC liegt eine Diskette im Laufwerk und der PC versucht davon zu booten. Da ein Bootvirus keine Datei zur Verbreitung benötigt kann auch eine ganz leere Diskette einen Bootvirus enthalten. Weil Bootviren so auf scheinbar harmlosen Disketten lange Zeit unbemerkt bleiben gehören sie zu den hartnäckigsten Vertretern der Viren. Aber Vorsicht: Ein beliebiges Programm – Dropper oder Trojaner genannt – kann beim Start einen Bootvirus auf die Festplatte kopieren.

 

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